OOS Remis gegen den HV GW

Gab 18 gute Gründe für die berühmte Widerafaust, Nick Widera. Gab 18 gute Gründe für die berühmte Widerafaust, Nick Widera. @lhccottbuseV
Die Oberligasieben des LHC Cottbus trennte sich am Samstagabend 30:30 Unentschieden vom HV GW Werder. Gleichwohl beide Teams keine Galavorstellung abliefern konnten, entwickelte sich eine für das Publikum packende Partie, die von zwei guten Offensivreihen maßgeblich geprägt wurde. Ohne, dass einer der anwesenden Torhüter dem Spiel in einer Phase den richtigen Drive in die eine oder die andere Richtung geben konnte, lieferten sich Cottbuser und Werderaner einen offensiven Abnutzungskampf, in dem beinahe jede Aktion zum Torabschluss führte. Entsprechend verzogen sich beide Teams mit dem 18:18 zum Pausentee in die Kabinen.
 
Dass beide Teams weder Spree- noch Havelwasser im Tank hatten, stellte sich dann auch nach Wiederbeginn alsbald heraus. Mit höherem Laufaufwand und aggressiverer Grundeinstellung wurde dem verehrten Publikum nun die Kunst des Verteidigens vor Augen geführt, von beiden Teams. In keiner Phase gelang es einer Mannschaft, sich wirklich vom Gegner abzusetzen.
 
Während die Havelbuben ihre Stiche weiterhin vor allem am Kreis setzten und dabei ihr beachtliches Repertoire zur Schau stellten, konnten sich die Gastgeber auf Nick Widera verlassen. Da das LHC Team immer wieder nur im letzten Moment  durch ein Foul zu stoppen war, ließ es Quick Nick mit sieben von sieben Strafwürfen gekonnt krachen. Da auch noch elf erzielte Treffer aus dem Spiel hinzukamen, brachte es die Tormaschine auf sogar für ihn ungewöhnliche 18 Tore in einem Spiel.
 
Ohne wirklich in einer Phase von einer temporeichen Partie sprechen zu können, lieferten beide Teams ein spielerisch gute Leistung und allerbeste Handballunterhaltung für ihre Fans ab. Dass der LHC in nur 1:45 vor Abpfiff eine fast sichere zwei-Tore Führung in Ballbesitz verspielte, weil...zu früh geworfen wurde oder die Auszeit nicht kam oder der klare Siebenmeter nicht gepfiffen wurde oder das Flutlicht nicht ausfiel oder Winnetou eben doch tot ist...
 
Wenn aus völlig unbefangener Cottbuser Sicht der verpasste Sieg auch schmerzt, so richtig enttäuscht wurde an diesem Abend mit einem völlig spielkonformen Unentschieden wohl niemand. Dem Gefühl, Zeuge eines gerechten Spielausgangs geworden sein, kann sich niemand erwehren. 
 
Die Jungs von Bozidar Bursac springen weiter auf aufsteigenden Ästen in Richtung sicherer Baumkrone, der Saisonstart mit 8:5 Punkten muss als absolut gelungen bewertet werden.