Chronik
Der Lausitzer Handballclub Cottbus ein neuer Verein in der Cottbuser Handballgeschichte wurde am 1.7.2003 gegründet und hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Tradition des Handballsportes in der Lausitz fortzusetzen. Bewusst wurde im Vereinsnamen die "Lausitz" verankert um die Identifikation mit der Region zum Ausdruck zu bringen.
War die Lausitz in den fünfziger und sechziger Jahren im Großfeldhandball vorwiegend durch die Vereine aus Weißwasser, Schleife, Krauschwitz und Rietschen in der DDR Handballszene erfolgreich vertreten, setzten Vereine aus Cottbus, Lübbenau, Hoyerswerda und Guben die sportlichen Akzente in den achtziger und neunziger Jahren.Dabei gelang es der Männermannschaft von Lok RAW Cottbus, in den Jahren 1985/86 und 1988/89 in der höchsten Spielklasse der damaligen DDR ihre Visitenkarte für jeweils ein Jahr abzugeben.
Mit dem Zusammenschluss beider deutscher Handballverbände spielten die Männer des SC Cottbus (hervorgegangen aus RAW Cottbus) in der Saison 1991/92 für eine Saison in der 1. Bundesliga. Zuschauerzahlen von bis zu 2.000 in der damaligen Spielstätte „Stadthalle Cottbus“ waren keine Seltenheit und zeigten, dass bei entsprechender Leistung und Spielklasse ein riesiges Zuschauerpotenzial in der Stadt Cottbus und der Region besteht.
Weitere drei Jahre in der 2. Bundesliga, Spielort Sporthalle Poznaner Straße, folgten.
Nach dem Abstieg in die Regionalliga gelang es den inzwischen als USV Cottbus spielenden Männern im Jahr 2000 in die 2. Bundesliga aufzusteigen, welcher der Verein bis zum Abstieg im Jahr 2003 angehörte.
Der im Januar 1995 gegründete HC Cottbus schaffte über die Landes- und Verbandsliga Brandenburg den Sprung bis zur Regionalliga und hatte selbst Ambitionen in die 2. Bundesliga aufzusteigen.
Egoistisches Vereinsdenken verhinderte über Jahre eine sportliche und wirtschaftliche Konzentration im Cottbuser Handball. Erst die wirtschaftlichen Schwierigkeiten beider Vereine zwangen die Vereinsführungen ab Oktober 2002 ernsthafte Bemühungen Veränderungen anzugehen. Unter dem Motto „Wir wollen jeden mitnehmen, alle sollen sich im neuen Verein wiederfinden“ wurde über Monate die Gründung des neuen Vereins in Angriff genommen.
Seit dem 01.07.2003 stehen für den LHC eine Frauenmannschaft, drei Männermannschaften und vierzehn Nachwuchsmannschaften im weiblichen und männlichen Bereich im Trainings- und Wettkampfbetrieb.
Unter Führung des neu gewählten, neunköpfigen Präsidiums mit dem Präsidenten Dr. Kunze an der Spitze ist ein Großverein (im Moment über 300 Mitglieder) entstanden, welcher neben dem Kinder- Jugend und Breitensport dem Leistungshandball fördern und einem funktionierendem Vereinsleben Rechnung tragen will.